Durch systematische Projekte versucht man in Dänemark den Energieverbrauch im öffentlichen Sektor aktiv zu senken.
Zum Beispiel ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass alle öffentlichen Gebäude ab Januar 2008 regelmäßig auf ihre Energieeffizienz geprüft werden müssen.
In den Kommunen und Regionen ist die Kommunalverwaltung bzw. der Regionsrat für die Durchführung von Energiesparmassnahmen verantwortlich. Das bedeutet, dass alle öffentlichen Gebäude, ungeachtet ihrer Größe, regelmäßig aller 5 Jahre von einem Energieratgeber geprüft und mit einem Energieeffizienzzeichen versehen werde müssen.
Auf folgenden Internetseiten können Sie mehr über Energiesparmassnahmen im öffentlichen Dienst erfahren: Seite der dänischen Energieagentur (Energistyrelse), Seite des dänischen Energiesparfonds(Elsparefonden) sowie der Seite des Städte- und Gemeindebundes (Kommunernes Landsforening).
ProjectZero befürwortet natürlich, dass diese Prüfungen der Energieeffizienz auch kleine und große Energiesparmöglichkeiten aufzeigt sowie klärt wo es eventuell möglich wäre auf CO2-neutrale Energiequellen umzusteigen
Die Gründung des Klimasekretariates in der Kommune Sonderburg steht in direktem Zusammenhang mit ProjectZero. Wie bereits an anderer Stelle erwähnt wird ProjectZero von einem gemeinnützigen Fond getragen, dessen Ziel es ist Sonderburg CO2-neutral zu machen. Gleichzeitig stellt das Projekt eine Zusammenarbeit zwischen öffentlichem und privatem Sektor dar.
Laut Aussage des Klimasekretariates hat ein einstimmiger Finanzausschuss folgendes beschlossen:
”ProjectZero soll als neues Markenzeichen der Kommune Sonderburg agieren, und wir schlagen vor – wie auch vom Stadtrat mitgeteilt – dass künftig alle Um- und Neubauten unter Einsatz von ‚intelligentem Energiemanagement’’ ausgeführt werden sollen. Wir setzen voraus dass die Energiekosten der Kommune im Jahre 2008 um 5,2 Mio. Kronen (ca. 0,7 Mio. Euro) gesenkt werden können. Das eingesparte Geld soll in einen Fond zur Etablierung neuer Energiesparmassnahmen fließen.“
Die Kommune hat einen energiepolitischen Plan ausgearbeitet und beschlossen, der folgende Themen einschließt:
- Kommunale Unternehmen
- Stadt- und Kommunalstruktur
- Baugewerbe
- Transport und Infrastruktur
- Wirtschaft und Landwirtschaft
- Energiequellen und Recycling
- Tourismus und Freizeit
- Bildung
In Zusammenarbeit zwischen öffentlichem und privatem Sektor wurde ein Energiefond eingerichtet, der z. Zt. über ca. 86 Mio. Kronen (ca. 11,6 Mio. Euro) verfügt. Leider haben wir bisher noch keine Möglichkeit gefunden das vom Staat über die Kommunen verhängte so genannte Investierungsstopp zu umgehen, denn der Antrag der Kommune Sonderburg für eine Ausnahmegenehmigung wurde abgelehnt.
Folgende Reduzierungen des Energiebudgets sind geplant:
- 10 % im Jahre 2008 und 20% im Jahre 2009+
- Ausgangspunkt: Reeller Verbrauch in den Jahren 05-07
- Die Sparmassnahmen umfassen Strom, Wasser und Heizung
- die Reduzierung bezieht sich auf den Verbrauch (Energieeinheiten) und nicht auf die festen Ausgaben
Kauf und Inbetriebnahme des Energiesteuerungssystems ’Omega’ - Ω
Im April 2008 wurde ein Abkommen mit dem dänischen Energiesparfond geschlossen, das folgendes vorsieht:
5 % Energieeinsparung im Vergleich zum Vorjahr in den Jahren 2008-2011 (insgesamt 20%)
Die Kommune Sonderburg ist Mitglied des Klimanetzwerks des Städte- und Gemeindebundes www.kl.dk/klima
Die Kommune Sonderburg ist vom dänischen Naturschutzverband (Danmarks Naturfredningsforening) zur Klimakommune ernannt worden (z. Zt. 14 Kommunen – Stand August 2008). Weitere Infos unter www.dn.dk